Donnerstag, 22. März 2012

Kartoffel-Schleuderer freigesprochen

Im Frühjahr 2009 schleuderten zwei Gentechnik-Gegner Biokartoffeln auf ein Feld mit Genkartoffeln der Sorte "Amflora" bei Bütow. Das Landgericht Neubrandenburg hat die beiden Männer nun in einem Berufungsprozess vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen. Zivilrechtliche Schadensersatzansprüche bestehen weiter, da auch Biokartoffeln vergraben wurden, was die Nutzung der betroffenen Fläche als Versuchsfeld verhinderte. Auftraggeber war die Gentechnik-Sparte des Chemiekonzerns BASF, die inzwischen in die USA verlagert wurde.

Dienstag, 28. Februar 2012

Biologisches aus Indien

Indien war das Gastland der Lebensmittelmesse Biofach, die vom 15. bis 18. Februar in Nürnberg stattfand. Der indische Markt zählt weltweit zu den am schnellsten wachsenden Absatzmärkten für Bio-Lebensmittel. Aber auch die Exporte des Subkontinents wachsen rasant, etwa 300 Produkte aus 20 Produktkategorien sind weltweit im Angebot: "organische" Tees, Gewürze, Früchte, Bio-Reis, Getreide, Gemüse bis hin zu Fertigprodukten und Bio-Baumwolle. Mehr als 40 % der indischen Bio-Exporte gehen nach Europa, aus Frische-Gründen zumeist als Luftfracht.

Neue Wolfsrudel in der Lausitz

In der sächsischen Lausitz konnte bei Niesky ein neues Wolfsrudel bestätigt werden. Kotfunde und Aufnahmen selbstauslösender Kameras weisen auf mindestens vier Tiere hin, darunter zwei Welpen. Auch im südlichen Brandenburg wird im Bereich der Zschornoer Heide ein neues Wolfsrudel vermutet. In der gesamten Lausitz sind somit 11 Rudel und ein Wolfspaar ohne Nachwuchs nachgewiesen. Anfang Dezember 2011 war bei Görlitz eine junge Wölfin bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Nach der erfolgreichen Behandlung komplizierter Schien- und Wadenbeinbrüche konnte sie inzwischen wieder Anschluss an das Rudel ihrer Eltern finden. (Wolfsregion Lausitz)

Montag, 20. Februar 2012

Seeland will See zurückgeben

Die Stadt Seeland will den Concordia-See bei Nachterstedt an die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zuückgeben. Ein Gutachter bezeichnet große Teile der Uferzone als weiterhin gefährdet, so dass das Gelände gesperrt bleiben müsse. 2009 waren dort bei einem Erdrutsch drei Menschen ums Leben gekommen. Kurz nach dem Unglück hatte der Bergbau-Betrieb angeboten, die Kaufverträge mit der Stadt und mit einigen Anwohnern rückgängig zu machen. Da nicht absehbar ist, ob der Concordia-See überhaupt einmal touristisch nutzbar sein wird, will die Stadt Seeland ihren Anteil jetzt abgeben. Als Verkaufspreis werden 800 000 Euro genannt, die teilweise zum Ausbau des Radwegenetzes eingesetzt werden sollen.

Freitag, 17. Februar 2012

Kälte bremst Elektro-Autos aus

Eine große Automobilzeitschrift hat getestet, wie es um die Reichweite von Elektroautos bei der gerade vergangenen Kälte bestellt war. Fünf Elektro-Mobile waren im Umland von Hamburg unterwegs: Nissan Leaf, Mitsubishi i-Miev, Renault Fluence, Smart Electric Drive und Karabag New 500 E sollten zeigen, wie weit sie mit einer Batterieladung bei minus 14 Grad Außentemperatur kommen. Die eisigen Temperaturen verringerten die Reichweite von Elektroautos um durchschnittlich mehr als die Hälfte. Durch den geringeren Wirkungsgrad der Batterien verschlechterte sich die Energiebilanz, der rechnerische CO2-Ausstoß pro Kilometer stieg von 66 auf 157 Gramm - deutlich mehr, als moderne Diesel-Pkw ausstoßen.
(Auto-Bild)

Kormoran-Hasser in Magdeburg

Umwelt- und Agrarminister Herrmann-Onko Aeikens hat angekündigt, für Sachsen-Anhalt eine spezielle "Kormoranverordnung" erarbeiten zu lassen.
Die Bestandsregulierung der Kormorane funktioniere nicht, bedrohte Fischarten seien gefährdet. Bereits jetzt werden Genehmigungen zum Abschuss von Kormoranen großzügig erteilt. Eine Anhörung im Landtag zeigte, dass nur ein geringer Teil der genehmigten Abschüsse auch tatsächlich erfolgt. Die Lobby der Anglerverbände will nun Sondergesetze durchsetzen, die es erlauben sollen, großflächig Gelege der geschützten Vögel zu zerstören.

Kormoran

Samstag, 11. Februar 2012

Pumpspeicherwerk im Schacht

Im Westharz soll bis 2019 ein unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk gebaut werden. Mehrere Schächte des ehemaligen Bergwerks Wiemannsbucht bei Bad Grund sollen erweitert und mit Beton ausgekleidet werden. Ausnutzen will man die Fallhöhe zwischen zwei Schächten, die in Bad Grund bis zu 700 Meter betragen kann. Das Wasser soll mit überschüssigem Strom aus Offshorewindparks in der Nordsee hochgepumpt werden und bei Bedarf Turbinen antreiben, die Strom in den Süden Deutschlands liefern. Die Baukosten von etwa 200 Millionen Euro sollen lokale Energieversorger und private Investoren tragen.

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