Freitag, 8. Juni 2012

Atomreaktor am Wannsee

Am 28. März wurde der älteste Atom-Forschungsreaktor Deutschlands wieder in Betrieb genommen. Der Reaktor BER II in Berlin-Wannsee enthält nur wenige Kilogramm Brennelemente, ist aber technisch völlig veraltet. Es gibt Risse im Kühlkreislauf und der Reaktor besitzt keinerlei bauliche Schutzmaßnahmen gegen eine Kernschmelze oder Flugzeug-Abstürze. Das Berlin/Potsdamer Anti-Atom-Bündnis organisiert den politischen Widerstand gegen die radioaktive Gefahrenquelle. (http://www.antiatomberlin.de/)

Neues Reifenlabel wird verpflichtend

Ab dem 1. Juni 2012 wird ein neues Effizienzlabel für Autoreifen eingeführt. Die Kennzeichnung erfolgt zunächst auf freiwilliger Basis. Es gibt sieben Effizienzklassen von A bis G, bewertet werden die drei Parameter Rollwiderstand, Nasshaftung und Außengeräusche. Ab dem 1. November 2012 wird die Kennzeichnung verpflichtend für alle Reifenhersteller und der Gesetzgeber hofft, Reifenkäufern eine leicht verständliche Orientierungshilfe geben zu können.

Höhere Subventionen für Deichschafe

Das Land Sachsen-Anhalt zahlt Prämien für Schäfer, die ihre Schafe auf Hochwasserschutz-Deichen weiden lassen. Bisher gab es 150 Euro pro Hektar. Jetzt wurde diese Summe rückwirkend zum Jahresbeginn auf 250 Euro pro Hektar erhöht. Aktuell haben 34 Schäfer Verträge mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und beweiden etwa 882 Hektar Deichfläche. (Landwirtschaftsministerium LSA)

Freitag, 11. Mai 2012

Gewaltfreie Bio-Seide aus China

Ein chinesisch-schweizerisches Joint-Venture baut Bio-Seide in der mittelchinesischen Provinz Sichuan an. 600 000 Maulbeerbäume wurden in Mischkultur mit anderen Bäumen angepflanzt. Auf Kunstdünger, Antibiotika und Hormongaben wird ganz verzichtet. Feste Preise und Abnahmeverträge geben den Bauern ökonomische Sicherheit und verhindern Kinderarbeit. Auch die Seidenraupen werden nicht getötet, da der Faden erst abgewickelt wird, nachdem die Falter geschlüpft sind. Trotzdem bleiben die Preise im Rahmen, bei der Leipziger Firma Bio-Seidentraum gibt es gewaltfreie Seidenschals schon ab 20,- Euro.

Schaugarten geschlossen

Der Schaugarten für genveränderte Pflanzen in Üplingen bei Hornhausen bleibt bis auf weiteres geschlossen. Neue genveränderte Pflanzen waren nicht zugelassen worden und auch Gentechnik-kritische Feldbefreier hatten wieder ihren Besuch angekündigt. Vom Land Sachsen-Anhalt finanzierte Gentechnik-Lobbyisten hatten dort bisher gentechnisch "verbesserten" Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Weizen, Löwenzahn, Färberdisteln und Tabak angebaut und gezeigt.

Wildkatzendorf eröffnet

Am 30. April öffnete im Thüringer Wartburgkreis das Wildkatzendorf Hütscheroda erstmalig für Besucher. In unmittelbarer Nachbarschaft des Nationalparks Hainich gibt es nun eine Aussichts-Plattform, ein Besucher-Leitsystem mit etwa 3,5 km Wanderwegen, ein Informationszentrum Wildkatzenscheune, eine Wildkatzenlichtung und einen Wildkatzenkorridor als ausgebauten Wanderweg für die Katzen. Die Baukosten betrugen etwa eine Million Euro, 90 % davon waren Fördermittel. (www.wildkatzendorf.de)

Donnerstag, 12. April 2012

Fracking in Sachsen-Anhalt

Das kalifornische Unternehmen BNK Petroleum hat von den zuständigen Bergämtern die Genehmigungen bekommen, weite Teile des mittleren Sachsen-Anhalts auf Schiefergas-Vorkommen zu erkunden. Besonders im Bördekreis, im Harzkreis und im Salzlandkreis soll dabei die Methode des sogenannten Fracking zu Einsatz kommen. In bis zu 3000 m tiefe Bohrungen wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und giftigen Chemikalien gepresst. Die SPD-Landtagsfraktion hat sich gegen den Einsatz von Fracking in Sachsen-Anhalt ausgesprochen.

fracking

Samstag, 7. April 2012

Polen verbietet Genmais

Am 9. März haben sieben europäische Länder einen Vorschlag der dänischen EU-Präsidentschaft abgelehnt, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf dem Kontinent zu ermöglichen. Kurz danach verhängte Frankreich ein vorübergehendes Verbot des gentechnisch veränderten Maisstamms MON810 der Firma Monsanto. Polen hat nun ein vollständiges Verbot von MON810 auf seinem Staatsgebiet angekündigt. Landwirtschaftsminister Marek Sawicki sagte, dass Pollen von dieser Sorte vermutlich eine schädliche Wirkung auf Bienen haben würden.

Freitag, 30. März 2012

Atomreaktor zu teuer

Der bulgarischen Ministerrat hat entschieden, Pläne zum Bau eines Atomkraftwerks in Belene aufzugeben. Nahe der rumänischen Grenze sollten an der Donau zwei Kernreaktoren mit je 953 Megawatt entstehen. Einer der Reaktoren soll nun an den nordwest-bulgarischen Standort Kosloduj umziehen, auf den anderen soll aus Kostengründen ganz verzichtet werden. Gleichzeitig soll in Belene ein modernes Erdgas-Kraftwerk entstehen. In diesem Zusammenhang forderte der bulgarische Zweig der Umweltorganisation WWF intelligentes Energiemanagement und einen Umstieg auf erneuerbare Energien. (WWF)

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