Das Land Sachsen-Anhalt plant ein Naturschutzgebiet "Elbaue Jerichow" zwischen Hohenwarthe und Werben in der Altmark. Landwirte der Region befürchten Auflagen beim Anbau, Jäger fühlen sich bevormundet, z. B. bei der Gänsejagd. Das Landwirtschafts-Ministerium sicherte umfangreiche Ausnahmeregelungen zu und verwies auf bessere Chancen für den Tourismus entlang der Elbe. Die Einspruchsfrist im Bürgerbeteiligungs-Verfahren wurde um vier Wochen verlängert, um den Betroffenen das Studium der umfangreichen Unterlagen zu ermöglichen.
stulli - 11. Jan, 00:04
Die Mitteldeutsche Braunkohle AG (MIBRAG) treibt Planungen für ein neues Braunkohle-Kraftwerk in Profen weiter voran. Geschäftsführer Joachim Geisler teilte mit, dass ein Baubeschluss im Jahr 2015 angestrebt wird. Die MIBRAG will 1,3 Milliarden Euro in das Kraftwerk investieren und gleichzeitig am Standort Lützen einen neuen Tagebau aufschließen. Örtliche Bürgerinitiativen und Greenpeace Leipzig protestieren, Sachsen-Anhalts Linkspartei will die in Lützen gewonnene Braunkohle nicht verbrennen, sondern stofflich nutzen.
stulli - 11. Jan, 00:02
In der westnorwegischen Gemeinde Sunndalsøra wird zur Zeit die Pilotanlage einer neuen Stromerzeugungstechnik erprobt. Salzkraftwerkenutzen den Osmose-Effekt, wo Süßwasser ins Meer fließt. Eine halbdurchlässige Membran sorgt dafür, dass Süßwasser in das Salzwasser eindringt, dadurch steigt auf der Salzwasserseite der Druck, das Salzwasser-Gemisch wird auf eine Turbine geleitet und erzeugt Strom. In einem bereits abgeschlossenen Anhörungsverfahren äußerten sich Anwohner, Naturschützer und Fischer durchweg positiv.
stulli - 11. Jan, 00:00
Halles Stadtverwaltung hat ihre Vorzugs-Variante beim Umbau der Steintor-Kreuzung vorgestellt: die Ludwig-Wucherer-Straße soll zur Fußgängerzone werden, die Straßenbahn soll mitten durch die Parkanlage fahren. Etwa 40 alte Bäume sollen gefällt werden. Der Brunnen, die beiden Kioske und die Toilettenanlage sollen wegfallen. Anwohner und Umweltschützer äußern sich kritisch und fordern den Erhalt der Bäume und des Brunnens.
stulli - 10. Jan, 23:58
Zu den drei bestehenden Naturparks im Harz soll sich noch in diesem Jahr ein vierter gesellen. Der zukünftige "Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt (Mansfelder Land)" soll auf etwa 25.600 Hektar weite Teile des Unterharzes und des östlichen Harzvorlands unter Schutz stellen. Angrenzend an den bisherigen sachsen-anhaltinischen Naturpark soll das neue Schutzgebiet den Landkreis Mansfeld-Südharz mit den Städten Arnstein, Hettstedt, Mansfeld und Sangerhausen umfassen. Bis zum 01. Juni 2012 können nun in einem Anhörungsverfahren Kommunen, Verbände und Grundeigentümer zur Naturpark-Planung Stellung nehmen.
stulli - 18. Dez, 22:42
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Aussaat von gentechnisch verändertem Weizen auf 10.000 Quadratmetern Fläche genehmigt. Der Versuch soll im kommenden Frühjahr in der Nähe des Bördedorfes Üplingen stattfinden. Das Gaterslebener Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) erwartet von den genmanipulierten Pflanzen einen höheren Korn- und Proteinertrag. Kritiker bemängeln, dass es keine Vorversuche gegeben hätte, um mögliche Auswirkungen auf andere Pflanzen, Bodenlebewesen, Kleinsäuger und Vögel zu untersuchen. (
AG Bäuerl. Landw.)
stulli - 8. Dez, 14:54
Die kanadische Firma BNK Petroleum will nahe des Nordharz-Städtchens Osterwieck Erdgas fördern. Die bekannte und schon zu DDR-Zeiten angebohrte Lagerstätte im Zechstein soll nun mittels neuer Methoden noch einmal ausgebeutet werden. Dabei soll das berüchtigte "Fracking" ausnahmsweise einmal nicht zum Einsatz kommen. Doch das Erkundungsgebiet von BNK umfasst den gesamten Harzkreis und den Salzlandkreis, wo später an noch unbekannten Standorten intensiv "gefrackt" werden soll. (MDR)
stulli - 8. Dez, 14:48
Bereits Ende August 2011 wurde der Nutztiergarten Halle-Reideburg geschlossen. Wie das Portal
zoo-infos.de meldet, hätte es "an Auszubildenden und Geld gefehlt". Nach dem Ausbleiben öffentlicher Förderung hätte der Träger 'Berufliches Bildungswerk Halle-Saalkreis e. V.' entschieden, dort "zukünftig Gemüse anzubauen". Von den etwa 120 Tieren in der Oelsnitzer Straße fanden die meisten ein trauriges Ende, nur wenige gingen an Zoohändler und Privatpersonen.
stulli - 29. Nov, 23:32